Baubeschluss: Der Offenburger Fußballverein (OFV) erhält im Sportpark Süd eine neue Heimat

Riesenchance für die Sportstadt

Startschuss für ein ambitioniertes Projekt: Wenn der Gemeinderat am 7. April zustimmt, kann mit der Umsetzung des ersten Bauabschnitts für den Sportpark Süd begonnen werden. Entstehen soll eine neue Sportstätte für den OFV, eingebettet in eine für alle zugängliche Parklandschaft.

„Wir schaffen die Rahmenbedingungen, das Leben kommt vom Verein“, so Baubürgermeister Oliver Martini beim Pressegespräch. Auf einer Fläche von rund zehn Hektar soll das neue Stadion mit einem 68 auf 105 Meter großen Rasen-Spielfeld liegen. Der Zugang erfolgt ebenerdig, der Stadionbau mit insgesamt 4999 Plätzen und einer überdachten Tribüne (500 Sitzplätze) liegt erhöht und wird in Holzständerbauweise errichtet.

Mit Flutlicht

Der OFV erhält zwei weitere Spielfelder mit Rasen- und Kunstrasenbelag: Das bisherige Gelände werde somit 1:1 ersetzt, unterstreicht Sportbürgermeister Hans-Peter Kopp. Die Gesamtanlage wird eingefasst, terrassiert und mit Sitzmöglichkeiten versehen – Martini spricht von einer „schönen Anmutung“. Das Areal mit dem in die Jahre gekommenen Karl-Heitz-Stadion an der Badstraße soll für die Landesgartenschau 2032 umgestaltet werden. Alle neuen Anlagen werden mit Flutlicht ausgestattet – das gab es bislang nicht. Das Funktionsgebäude ist eingeschossig und ebenfalls ebenerdig erreichbar. Um den Gesamtkomplex der Sportanlagen wird eine Finnenbahn geführt, auf der Lauffreudige ihre Runden drehen können. Zu den öffentlichen Sport- und Bewegungsangeboten gehören eine Anlage für Körpergewichtsübungen, Attraktionen speziell für Kinder und Jugendliche sowie ein Bolzplatz.

An der Zähringerstraße sind 156 Pkw-Stellplätze mit Asphaltbelag geplant, versehen zum Großteil mit Solarmodulen; 20 Bäume werden hier neu gepflanzt. Direkt an der Straße wird eine Bushaltestelle eingerichtet, um die Nutzung des ÖPNV möglichst attraktiv zu gestalten. An der Eingangspromenade im Norden des Parkplatzes sind weitere 20 Baumpflanzungen vorgesehen. „Wir starten jetzt durch“, betont Bürgermeister Kopp. Der Sportpark sei lediglich ein Großprojekt in Offenburg, das in diesem Jahr angepackt werde.

Insgesamt sind für die Landesgartenschau und den Sportpark Ausgaben in Höhe von 140 Millionen Euro vorgesehen, in den Sportpark fließen rund 40 Millionen Euro. 6,6 Millionen Euro müssen noch nachfinanziert werden, diese Summe ist dem gestiegenen Baupreisindex geschuldet. „Abgesehen davon sind wir im Plan“, erklärte Kopp. Baubeginn ist für Frühjahr 2026 vorgesehen, der Spielbetrieb soll im Sommer 2028 aufgenommen werden. Wahrscheinlich wird der OFV ein Jahr überbrücken und auf andere Sportstätten ausweichen müssen. Mit diesem „Wermutstropfen“ könne der Verein leben, betont Michael Brand vom OFV-Vorstand Verwaltung.

Träumemacher OFV

Brand verbindet die neue Spielstätte mit „großen Entwicklungschancen“, hofft auf die Ausrichtung von Jugend-Länderspielen und und setzt auf die Weiterentwicklung des Förderstützpunktes. „Wir freuen uns auf das neue Stadion“, so Brand, der seinen Verein als „Träumemacher“ bezeichnet – mit der Jugendförderung als „Kernphilosophie“. Klares sportliches Ziel sei der Aufstieg der ersten Herrenmannschaft in die Oberliga.

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